Geschichte/Entstehung
Die Berliner Tafel Stiftung wurde im Februar 2005 gegründet. Zweck der Stiftung ist die Absicherung der Arbeit des Vereins Berliner Tafel e. V., der sich derzeit allein durch Spenden finanziert. Idee und Konzept der Berliner Tafel haben sich über Jahre hinweg bewährt und gerade in der täglichen Vereinsarbeit wird deutlich: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer – die Zahl der Bedürftigen steigt stetig und damit der Bedarf nach dem, was der Verein sich zur Aufgabe gemacht hat
Auslöser für die Gründung der Berliner Tafel war ein im Januar 1993 von der damaligen Sozialsenatorin Ingrid Stahmer gehaltener Vortrag über Obdachlosigkeit in Berlin. Bei der Frage, wie denn am einfachsten und effektivsten zu helfen sei, entstand die Idee das Konzept von New York City Harvest nach Deutschland zu übertragen: Überschüssige Lebensmittel werden eingesammelt und an bedürftige Menschen und soziale Einrichtungen weitergegeben. Das Prinzip ist ganz einfach: Es werden Lebensmittel dort abgeholt, wo sie übrig sind und dorthin gebracht, wo sie gebraucht werden. .
Lebensmittelbetriebe, Lokale und Supermärkte sortieren oft Waren aus, die als Überkapazitäten nicht mehr gebraucht werden, deren Verpackungen beschädigt sind oder deren Verfallsdatum bald abläuft. All diese im Prinzip einwandfreien Waren würden auf dem Müll landen – die Tafel holt sie.
Waren es 1999 noch 40.000 Kilo, so sind es aktuell – dank zahlreicher Sponsoren – bis zu 650 Tonnen Lebensmittel monatlich, die von den 600 ehrenamtlichen Helfern abgeholt und verteilt werden. Sie werden direkt zu sozialen Einrichtungen wie Suppenküchen, Wärmestuben, Bratungsstellen, Kindereinrichtungen usw. gebracht und dort verarbeitet – gegenwärtig in rund 300 Einrichtungen. Ein Drittel davon sind Kinder und Jugendliche!
Dazu kommt die Aktion „LAIB und SEELE“, in deren Rahmen inzwischen 45 Ausgabestellen in Kirchengemeinden eingerichtet wurden. Diese versorgen pro Monat etwa 45.000 Bedürftige. Über die sozialen Einrichtungen und die Ausgabestellen erreicht die Berliner Tafel monatlich 125.000 Menschen.
Darüber hinaus eröffnete die Berliner Tafel im Januar 2007 unter dem Motto „Gesundes Essen und Bewegung“ im Centre Talma in der Hermsdorfer Straße 18 in Reinickendorf ihr zweites Kinderund Jugendrestaurant – das TALMARANT. Das „fünf JAHRESZEITEN“ wurde im März 2004 in Kooperation mit der „gelben Villa“ gegründet, in dem täglich etwa 80 bis 120 Kinder zum Mittagessen kommen.